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Testbericht: Rossignol XV Splitboard 2018/19

Text: Lukas Scheid

Wenn die Bedingungen wechselhaft sind und man sowohl beim Aufstieg als auch bei der Abfahrt ein zuverlässigen Shape für alle Schneetypen braucht, dann führt fast kein Weg vorbei am Rossignol XV Splitboard. Xavier De La Rue höchstpersönlich hat das Brett mitentwickelt und über die Jahre perfektioniert. Wir durften das Splitboard für die kommende Saison ausgiebig testen.

Testort: Senja, Andørja und Lofoten in Norwegen
Testzeitraum: April 2018
Testbedingungen: Firn, Harsch und Nassschnee auf Hängen bis 30 Grad Neigung
Bindung: Rossignol/Plum XV Split
Felle: Rossignol/Pomoca XV Skins

Rossignol Plum Splitboard XV Board c Lukas Scheid
Beim Test eines jeden Splitboards ist der entscheidende Moment gekommen, wenn Felle und Skistöcke sicher im Rucksack verstaut sind, die Bindung fest im Ride-Modus sitzt und der Blick talwärts gerichtet ist. Schon im ersten Moment wird klar, dass das XV Splitboard von Rossignol läuft – und zwar richtig gut. Kurzer Frontside-Turn, weiter Backside-Turn und anschließend bisschen Geschwindigkeit aufnehmen. Auf harter Kruste greift die gewellte Kante – eine sogenannte serrated Edge – bei entsprechendem Druck messerscharf in den Untergrund und garantiert bombenfesten Halt. Auch bei kurzen Schwüngen oder in weicherem Schnee liegt das Brett vorbildlich in der Spur und überlässt dem Snowboarder die volle Kontrolle.

Rossignol Plum Splitboard XV Skitouren c Lukas ScheidDas Schöne am Rossignol XV Split ist seine Vielseitigkeit. Das Board überzeugt in der Performance und der Leichtigkeit beim Fahren, egal bei welchen Bedinungen – und bei unserem Test waren es sicherlich nicht die besten. Durch direktionalen Shape und Flex (die Nose ist länger und als der Tail und die Schaufeln steifer als die Taille) und einen leichten Setback gibt das Brett reichlich Auftrieb im Tiefschnee und ermöglicht gleichzeitig sanfte Carving-Kurven ohne Hektik. Jeweils 20 Prozent von Nose und Tail haben einen leichten Rocker und unter der Bindung ist das Board „aufgecambert“.

Das Innenleben des XV Splits steckt voller Innovationen. Das wichtigste Merkmal ist natürlich der superleichte Holzkern mit doppelter Torsionsbox, der mit demselben Material verstärkt wurde wie die Kanten. Das erhöht die Lebensdauer und die Performance des Boards enorm. Beim Aufstieg ist das Board durch sein geringes Gewicht ebenfalls absolut zuverlässig, auch hier greifen die Kanten, wie man es von ihnen erwartet. Neben der Bindung halten zwei Metallhaken die beiden Board-Hälften zusammen. An Nose und Teil gibt es zusätzlich einen Kunststoff-Klipp.

Rossignol Plum Splitboard XV Ride c Lukas Scheid
Das von Xavier De La Rue entworfene Splitboard ist auf jedem Hang dieser Welt ein zuverlässiges Brett. Mit der optimalen Kombination aus Rocker und Camber, den griffigen Kanten und der genau richtigen Steifheit, wird das Rossignol XV Split auch in den kommenden Jahren ein Big Player auf dem Splitboard-Markt bleiben.