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A*LIVE, der Lebensretter im Taschenformat

Text: Andreas Hottenrott

Das A*LIVE ist gerade einmal so groß wie eine Zigarettenschachtel, für Outdoor-Sportler in Not aber eine riesige Hilfe. Im Ernstfall aktiviert es Rettungskräfte auf schnellstem Weg. Auch sonst hat der praktische Begleiter einiges auf dem Kasten. Aktuell läuft das Crowdfunding für die Produktion.

A*LIVE – intelligenter Tracker und Notfallsender

Regelmäßig prüft das A*LIVE die Situation seines Nutzer. Je nach Einstellung checkt der Sensor sogar im Sekundentakt, ob etwas Ungewöhnliches hinsichtlich der individuell festgelegten Merkmale passiert ist. Hat sich die Person zum Beispiel seit einiger Zeit nicht mehr bewegt? In diesem Fall startet das Gerät sofort einen gut wahrnehmbaren Countdown. Zum Abbrechen bleibt eine Minute lang Zeit. Geschieht das nicht, erfolgt der automatische Notruf. Die GPS-Positionsdaten werden direkt mitgeschickt, die alarmierten Rettungskräfte können so direkt zur exakten Position des Unglücksortes eilen.

Für Outdoor-Sportler oder Expeditionsteilnehmer kann das A*LIVE zum Lebensretter werden. Dann nämlich, wenn in einer kritischen Situation jede Minute zählt. Durch die intelligenten Sicherheitsfunktionen des Geräts lässt sich die Reaktionszeit für Retter minimieren, zuverlässig und überall auf der Welt. Das Gerät ermöglicht zudem das Tracking des Nutzers in Echtzeit sowie eine Zweiwege-Kommunikation mit bis zu 140 Zeichen langen SMS oder Emails, wenn ein Smartphone gekoppelt ist.

Notrufe automatisch oder manuell

Zu den „Smart Safety“-Funktionen zählt der automatische Alarm. Er kann durch definierte Kriterien ausgelöst werden, etwa durch die oben beschriebene Bewegungslosigkeit, aber auch durch das Verlassen einer festgelegten geografischen Zone, durch eine unnatürliche Körperlage, durch einen Aufprall-Alarm sowie durch ungewöhnliche Bewegungsmuster oder Pulswerte, sofern ein Pulssensor gekoppelt ist. Der manuelle Notruf wird durch dreimaliges Drücken des SOS-Knopfes abgegeben – Fehlsignale lassen sich damit praktisch ausschließen.

Für die Signalübertragung nutzt das A*LIVE alle zur Verfügung stehenden Netzarten, also GSM, LTE oder Iridium-Satellit. Dabei greift es stets auf die günstigste Verbindung zurück. Erst, wenn das Handynetz nicht mehr erreichbar ist, wechselt das Gerät auf Satellit. Mit dem Pay-per-Day Modell kostet die Nutzung des A*LIVE SmartSafety Systems ab drei Euro pro Tag.

Einsatz im Schnee mit ABS-Rucksack

Das A*LIVE macht Rettungen nachts möglich, auf offener See oder in schlecht einsehbarem Gelände. Seine Stärken spielt es aber besonders im Schnee aus. Ab Herbst 2017 lässt es sich per Bluetooth Low Energy (LE) mit ABS-Lawinenrucksäcken ab der P.RIDE-Serie koppeln. Wird ein Airbag ausgelöst, setzt das A*LIVE den Notruf automatisch ab. Dank eines Bluetooth-Pings kann der Verschüttete zudem in einem Umkreis von zehn Metern mit dem Smartphone geortet werden – selbst dann, wenn der Suchende selbst kein A*LIVE hat.

Seit dem 25. April 2017 läuft das A*LIVE Crowd-Funding auf Kickstarter.com sowie auf Indiegogo.com. Ziel ist es, die Produktion der ersten 500 Geräte zu finanzieren.

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