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Exklusiv-Interview mit Patrick Küng über den WM-Titel und Heliskiing in Kanada

Text: Bernhard Krieger

2015 war Patrick Küngs Jahr. Mit dem WM-Gold in der Abfahrt in Vail/Beaver Creek krönte der Schweizer Ski-Star seine bisherige Karriere. Mit dem WM-Triumph im Gepäck fuhr der Salomon-Fahrer nach Saisonabschluss zum ersten Mal zum Heliskiing nach Kanada als prominenter Begleiter einer Tour von knecht reisen. Im Exklusiv-Interview mit Bernhard Krieger von Ski Kanada und Ski USA erzählt der frischgebackene Weltmeister in der CMH Cariboos-Lodge von seiner Saison und seinem ersten Heliskiing-Erlebnis in Kanada.

Patrick, du hast bei der WM in Vail/Beaver Creek einen grandiosen Lauf hingelegt – sicher den wichtigste deiner Karriere. Läuft diese Goldabfahrt manchmal noch vor deinem geistigen Auge ab?
Ich hab mir den Lauf das eine oder andere Mal angesehen und es ist immer wieder schön, ihn anzuschauen. Zu oft darf man das aber nicht machen, sonst verliert es einfach an Besonderheit. Für mich war es eine sehr zwiespältige Saison. Der Weltcup war nicht so gut, die WM dafür top, ich kann also zufrieden sein. Das wichtigste Rennen der Saison zu gewinnen, ist ja nicht selbstverständlich.

Beim Super-G auf der Birds of Prey 2013 konntest du bereits dein erstes Weltcup-Rennen gewinnen. Hat dir das Selbstvertrauen gegeben oder warst du doch eher nervös, weil es im Weltcup nicht so richtig lief?
Ich habe immer ein gutes Gefühl auf dieser Piste. Ich weiß, dass ich auf der Strecke sehr schnell bin und jedes Jahr aufs Neue ist sie etwas ganz Spezielles für mich.

Der Super G lief nicht so, wie du dir das erhofft hattest. Du wurdest nur 16er. Mit welchem Gefühl bist du an dem Morgen des Abfahrtswettkampfes aufgestanden?
Es war ein ganz normaler Tag, ich war nicht sehr nervös. Ich bin recht ruhig an den Start gegangen und dieses Gefühl hat mich dann auch bestätigt. Wenn man schnell fährt, sollte man nicht zu angespannt sein. Manchmal ist es besser, etwas gelassener zu sein.

Patrick Küng: nach dem WM-Titel weiter im Weltcup

 

Mit der Gelassenheit war es im Anschluss schnell vorbei, der WM-Titel hat dein Leben ganz schön auf den Kopf gestellt …
Ja, die erste Woche war schon ziemlich intensiv, aber danach ging es im Weltcup wieder weiter. Die ersten Rennen waren schwierig, ich bin nicht so recht in den Rhythmus reingekommen. Das Saisonende war sicherlich nicht so gut, das Ganze zu verarbeiten braucht Zeit. Seit der WM war ich immer unterwegs, deshalb bin ich froh, wenn ich mal zu Hause bin und ein paar freie Tage habe.

Zu Hause zu sein ist der beste Urlaub?
Es wäre wirklich mal wieder schön, nicht aus dem Koffer leben zu müssen (lacht). Aber vielleicht geht’s auch zum Abschalten in die Ferien. Mal schauen.

Patrick Küng beim Heliskiing in Kanada

 

Für Unsereins sind die tollsten Ferien Heliskiing-Ferien in Kanada. Das hast du nun 2015 zum ersten Mal gemacht. Du hast eine Gruppe von knecht reisen und deinem Ski-Ausrüster Salomon in die CMH Cariboos-Lodge begleitet. Wie war’s?
Das war super, ich wollte das schon immer mal ausprobieren. Wir hatten super Wetter, zum Schluss ist mir die Sonnencreme sogar ausgegangen. Nach einem langen Winter mit vielen Wettkämpfen war es genau das Richtige, um mal ein bisschen frei Ski zu fahren.

Gigantische Berge und schier endlose Weiten, wie ist das Naturerlebnis in Kanada?
Das ist total faszinierend. Solche Berge kennen wir zwar auch aus der Schweiz, da sind wir etwas verwöhnt. Aber diese Weite, das gibt’s bei uns natürlich nicht. So viele Täler und Bergketten, das ist schon etwas sehr Schönes, bei tollem Wetter sowieso.

Normalerweise fährst du auf knüppelharten Pisten, kannst du überhaupt noch Tiefschneefahren?
Ich kann das eigentlich (lacht). Es ist sehr schön und gibt dir ein unglaublich gutes Gefühl, mal wieder so richtig Tiefschnee zu fahren. Während der Saison haben wir nicht viel Zeit und man muss immer gut aufpassen, dass man sich nicht verletzt. Jetzt war ein guter Zeitpunkt, um so etwas zu machen.

Als Rennfahrer arbeitest du jeden Tag dafür, immer schneller und schneller zu werde. Beim Heliskiing sagt dir dann plötzlich der Guide: Bitte nicht ganz so schnell! Ist das nicht ein komisches Gefühl?
Als Abfahrer tut man sich schwer, wenn man nicht so schnell fahren darf, wie man möchte (schmunzelt). Man muss sich deshalb ein bisschen anpassen, die Grenzen ausloten, dann wird’s gut.

Heliskiing mit Freizeitskifahrern

 

Du bist Ski-Profi und meist auch umgeben von Ski-Profis. Wie ist das, eine Woche lang auf der Tour mit knecht reisen mit Freizeit-Skifahrern zusammen zu fahren?
Ich war ganz überrascht. Alle fahren so locker, nach dem dritten Tag war ich derjenige, der etwas gelitten hat. Heliskiing ist auch konditionell eine große Belastung. Die Teilnehmer waren alle super trainiert und fahren echt gut Ski. Es war cool, mal andere Leute zu sehen und ohne das Team unterwegs zu sein.

Was hat dir an dieser Woche beim Heliskiing am besten gefallen?
Wenn man am Morgen von der Lodge wegfliegt auf den ersten Berg, ist das immer ein außergewöhnliches Gefühl. Man gewöhnt sich danach ein wenig daran, je länger die Woche geht. Am ersten Tag da raufzufliegen und diese Berge zu sehen, das ist wirklich sehr imposant.

Du warst 2015 zum ersten Mal beim Heliskiing, aber sicher nicht das letzte Mal, oder?
Ich werde sicher wieder mal kommen. Das ist ein großer Anreiz und etwas, was man auch länger machen kann. Ich habe hier gesehen, dass das ja auch ältere Menschen noch sehr gut machen… (zwinkernd).

Insider-Tipp

Heliski-Touren mt Schweizer Ski-Stars 2016

Auch in der kommenden Saison begleiten wieder einige Schweizer Ski- und Snowboard-Stars exklusive Touren von knecht reisen zum Heliskiing nach Kanada und zum Powdern ins japanische Tiefschneeparadies Hokkaido. Abfahrts-Legende Didier Cuche fährt mit einer Gruppe vom 25. März bis zum 3. April 2016 nach Kanada zum Heliskiing bei Canadian Mountain Holidays (CMH) in die Bobbie Burns Lodge. Dani Mahrer schliesst sich vom 25. März bis zum 4. April 2016 einer Gruppenreise powered by Stöckli an - erst ins legendäre Post Hotel in den Banff Nationalpark, um sich in Lake Louise warmzufahren. Dann heben die Teilnehmer gemeinsam im CMH-Heliskiing-Gebiet Gothics ab.

Der frühere Snowboard-Champion und heutige Crossover-Athlet Ueli Kestenholz führt eine knecht reisen Gruppe vom 21. bis 30. Januar 2016 nach Japan ins legendäre Tiefschneeparadies Hokkaido. Danach folgt mit Kestenholz der ganz besondere Heliskiing-Klassiker von knecht reisen – die Aficionado-Reise für die anspruchsvollsten Heliskier. Diese führt in der kommenden Saison vom 4. bis 14. März in die CMH Monashees Lodge, die weltberühmt ist für ihre grandiosen Waldabfahrten.

Zwei weitere Reise-Highlights 2016 sind die knecht reisen-Touren in Kooperation mit den Partnern Salomon und Atomic. Die Salomon Rocks-Tour mit Gusti Oehrli führt vom 1. bis 10. April 2016 zum Heliskiing in die Cariboos, der Atomic Powder Action-Trip vom 19. bis 28. März 2016 erst ins Skigebiet Kicking Horse, dann nach Revelstoke, wo die Gruppe erst auf Snowmobile und dann für vier Tage zum Heliskiing bei Selkirk Tangiers in den Hubschrauber umsteigt.

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